Thema Mobilitätsgeschichte

Ich bin ein Kind der Pop-Kultur. Das meint also: Populärkultur. Massenkultur. Dort ist nicht die exquisite Kennerschaft mit ihrem erlesenen Geschmack zuhause. Da müssen die Themen deutlich sein, meist unzweideutig, und deren Visualisierungen muß knallen.

Das Subtile hat in der Popkultur natürlich auch seine Momente. Massenkultur und Kunst pflegen schon lange so manchen Austausch. Was für ein Kräftespiel!

Gendarmerie-Pucherl in 1:87

Mich interessieren besonders diese Zonen der Überlappungen. Mich interessiert Werbeästhetik. Ich hab für Trash was übrig. Und dann soll es aber auch wieder ernst zur Sachen gehen. Ich mag schlechten Geschmack!

Manchmal will ich mich nicht entscheiden. Da oder dort? Beides! Gut. So also geht das Nachdenken über triviale Stoffe, die mich zu einem guten Teil ausmachen. Kaum ein Genre mixt all diese Möglichkeiten derart haarsträubend und himmelstürmend und auch tief-peinlich, wie die Fahrzeugbranche als ein Praxisfeld unserer Mobilitätsgeschichte.

Und genau deshalb gehe ich damit in die „Auto Novo“ von Gleisdorf, in die Leistungsschau lokaler Autohändler. Mein Angelpunkt dafür ist das „Puch-Schammerl“ als historisches Artefakt und als Emblem. Das schauen wir uns in der Galerie „einraum“ etwas detaillierter an.

Alter Puch-Prospekt (anklicken!)

Dabei habe ich auch einige Archivalien aus den Kellern der vormaligen „Steyr-Daimler-Puch AG“, die selbst vielen Fans bisher eher unbekannt sein dürften, als Leihgaben erhalten.

Kein Konsumgut wurde über Jahrzehnte derart massiv mit Ideologie und Propaganda aufgeladen wie das Automobil. Es ist das popistische Hauptereignis jener jungen Massenkultur, die wir heute leben…

Konferenz in Permanenz
Die Motorisierung des Volkes
Eine aufschlußreiche Plauderei mit Martin Krusche
(Kuratorium für triviale Mythen)
[link]

Über der krusche

Martin Krusche, Jahrgang 56, ist Autor und Projektleiter der soziokulturellen Drehscheibe kunst ost
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