Ausstellungen

Der Herbst ist da. Auch in diesem Jahr. Munter beginnen die Ausstellungseröffnungen sich zu verdichten. Das Jahr war produktiv, die KünstlerInnen möchten ihre Arbeiten zeigen. Wenn nicht im „Steirischen Herbst“ dann eben im Herbst in der Steiermark.

Renate Krammer

Renate Krammer lud gestern, 29. September zur Vernissage und Katalogpräsentation nach Graz, Raubergasse 14, in die Galerie ART MEETING POINT. Zu sehen sind die äußerst sensiblen Arbeiten der „Meisterin der Linien“ noch bis 20. Oktober zu folgenden Öffnungszeiten: Di.-Fr.: 10.00 – 14.00 Uhr & 16.00 – 18.30 Uhr Sa.: 12.00 – 17.00 Uhr.

Ölbild von Michaela Knittelfelder-Lang

Weiters findet am 11. Oktober um 19 h eine Ausstellungseröffnung in Ludersdorf, beim Steuerberater Artner statt. Ausstellende Künstlerinnen sind Sylvia Knaus mit abstrakten Acrylbildern und Schmuck, Gerda Kletzenbauer mit kunstvollen Kerzen aus alten Wachsresten und Michaela Knittelfelder-Lang mit Öl- und Acrylbildern.

Ausstellungen wollen besucht werden und so freuen sich Veranstalter und KünstlerInnen über rege Teilnahme!

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Leben

Das Motto des kommenden Osterfestivals ist “Lebenskonzept”. Das kommt mir persönlich sehr entgegen . Meines ist “Leben und Leben lassen” und das gilt auch für die Natur und die Tiere.

In meinen Arbeiten möchte ich auf die Miseren in der Welt hinweisen . Mein Beitrag wird  “Verhüllt” sein . Dazu brauche ich dann keine Erklärung  abgeben . Ich werde vorab Fotos von meinem “Work in progress” zeigen.

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Thema Mobilitätsgeschichte

Ich bin ein Kind der Pop-Kultur. Das meint also: Populärkultur. Massenkultur. Dort ist nicht die exquisite Kennerschaft mit ihrem erlesenen Geschmack zuhause. Da müssen die Themen deutlich sein, meist unzweideutig, und deren Visualisierungen muß knallen.

Das Subtile hat in der Popkultur natürlich auch seine Momente. Massenkultur und Kunst pflegen schon lange so manchen Austausch. Was für ein Kräftespiel!

Gendarmerie-Pucherl in 1:87

Mich interessieren besonders diese Zonen der Überlappungen. Mich interessiert Werbeästhetik. Ich hab für Trash was übrig. Und dann soll es aber auch wieder ernst zur Sachen gehen. Ich mag schlechten Geschmack!

Manchmal will ich mich nicht entscheiden. Da oder dort? Beides! Gut. So also geht das Nachdenken über triviale Stoffe, die mich zu einem guten Teil ausmachen. Kaum ein Genre mixt all diese Möglichkeiten derart haarsträubend und himmelstürmend und auch tief-peinlich, wie die Fahrzeugbranche als ein Praxisfeld unserer Mobilitätsgeschichte.

Und genau deshalb gehe ich damit in die „Auto Novo“ von Gleisdorf, in die Leistungsschau lokaler Autohändler. Mein Angelpunkt dafür ist das „Puch-Schammerl“ als historisches Artefakt und als Emblem. Das schauen wir uns in der Galerie „einraum“ etwas detaillierter an.

Alter Puch-Prospekt (anklicken!)

Dabei habe ich auch einige Archivalien aus den Kellern der vormaligen „Steyr-Daimler-Puch AG“, die selbst vielen Fans bisher eher unbekannt sein dürften, als Leihgaben erhalten.

Kein Konsumgut wurde über Jahrzehnte derart massiv mit Ideologie und Propaganda aufgeladen wie das Automobil. Es ist das popistische Hauptereignis jener jungen Massenkultur, die wir heute leben…

Konferenz in Permanenz
Die Motorisierung des Volkes
Eine aufschlußreiche Plauderei mit Martin Krusche
(Kuratorium für triviale Mythen)
[link]

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Thema Netzkultur

Netzkultur, das meint kulturelles Engagement unter intensiver Nutzung des Internet. Davon wird zwar reale soziale Begegnung nicht überflüssig gemacht, aber Telekommunikation, Teleworking und Telepräsenz eröffnen Möglichkeiten, die in der Welt von Brief und Telegramm noch nicht greifbar waren.

Krusche ist an Bord: Ein früher Akteur der österreichischen Netzkulturszene

Wie angedeutet, und das kann ich nur unterstreichen: Reale Begegnung bleibt unverzichtbar. Aber in der Netzkultur erweitern wir unsere Möglichkeiten. Das hat vor allem abseits des Landeszentrums, in der Provinz, einige Vorteile für Kulturschaffende.

Doch eine Grundforderung bleibt entscheidend für das Gedeihen von Netzkultur. Ist jemand willens und in der Lage zu kommunizieren? Das erweist sich als untrennbar von Inhalten. Inhalte und AUSSAGEN.

Wer nichts zu sagen hat, findet in den neuen Technologien keinen Nutzen.

– [Netzkultur] –

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Zwischen Wahrnehmung und Betäubung

Wie haben meist wenigstens zwei grundlegende Zugänge zu Anschauung von Kunst. Das Reich der Sinnlichkeit, der sinnlichen Erfahrungen = gefällt mir/gefällt mir nicht. Oder das Reich der Regeln der Kunst = auf Debatten gestützt, vom laufenden Kunstdiskurs geprägt.

Diese Zugänge lassen sich natürlich auch mischen oder strikt trennen. Ein wichtige Option: Was nach den Regeln der Kunst als bedeutendes Werk gilt, muß einem ja keineswegs gefallen.

 So oder so, in der Befassung mit Kunst geht es stets auch um Wahrnehmung; griechisch: „Aisthesis“. Die heute gebräuchliche Form des Begriffes: Ästhetik.

So oder so, die Debatte über Bedingungen der Kunst öffnet oft neue Wege. Daher bei der nächsten Station der „talking communities“:

„Die Befassung mit Kunst als eine Aufgabe zwischen Wahrnehmung und Betäubung | Aisthesis — Anaisthesis. Ein Abend der Gespräche bei den ersten Artefakten.“ [link]

Das ist ein Vorbote des Symposions am kommenden Wochenende:
„Regionalität und Realität // Globalität und Virtualität“ [link]

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Der Modus

Mit den Optionen, die Michaela Knittelfelder-Lang deponiert hat und mit der Initiative, die Winfried Lehmann nun realisiert, hat kunst ost einen neuen Abschnitt erreicht. Dieses Geschehen trifft sich komplementär mit den Vorhaben von Irmgard Hierzer.

Das Lehmann’sche Initialereignis in Ludersdorf

Das ergibt wiederum in Summe eine Ausgangssituation für das April-Festival 2013, bei der jetzt andere Interessierte mit eigenständigen Vorstellungen andocken können, soferne ihnen die generelle Themenstellung zusagt. Siehe dazu „work in progress“: [link]

Alle drei der Aktiven repräsentieren das, was als „Schlüsselperson“ einer „location crew“ [link] angelegt ist. Das bedeutet, sie sind das leibhaftige Bindeglied zu kunst ost für ein einzelnes, konkretes Projekt, aber sie sind in ihrer Umsetzungsarbeit mit ihren Leuten völlig autonom.

Das bedeutet AUCH, kunst ost ist nicht konzipiert, um den regionalen Kulturbetrieb zu zentralisieren und alle unter ein gemensames Dach zu drängen. Im Gegenteil! Je mehr völlig eigenständige Formationen wachsen, die gelegentlich kooperieren, desto stabiler wird sich das regionale Kulturgeschehen entfalten können.

Die drei genannten sind hier auf ganz unterschiedliche Arten Schlüsselpersonen. Irmgard Hierzer für eine location crew, die sich temporär formiert und nur für die Zeit der kommenden Veranstaltung besteht. Michaela Knittelfelder-Lang als Repräsentantin einer schon bestehenden Kulturinitiative, nämlich „Kultur & Begegnung“ in Markt Hartmannsdorf: [link]

Michaela Knittelfelder-Lang

Schließlich Winfried Lehmann, der, soweit zu sehen ist, Geschmack daran gefunden hat, nun eine eigene Kulturformation aufzubauen, wird diesen Weg in eine Eigenständigkeit mit Standort Ludersdorf in Korrespondenz mit kunst ost entfalten. Siehe zum „Initialereignis“ den Beitrag „Kreativer Aufbruch“: [link]

Das ist, wir mir scheint, ein zukunftsträchtiger Modus im regionalen Kulturgeschehen, bei dem ganz unterschiedliche Verfahrensweisen der „Wir-Konstruktion“ erprobt und für einzelne Anlässe verknüpft werden können.

Das ist vor allem ein Modus, in dem keine bestimmte Kunstauffassung als vorrangig erklärt wird, sondern die Praxis des Kontrastes als maßgeblich gilt.

– [kunst ost] –

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Vetart? Genau!

Das von mir initiierte Ausstellungsprojekt “vetart” entspringt der Wahrnehmung zunehmender künstlerischer Aktivitäten im Berufsstand der österreichischen Tierärzteschaft.

Im Rahmen der “Kulturhauptstadt Marburg 2012″ ist dies ein gelungener Anknüpfungspunkt, die langjährigen und traditionellen Beziehungen speziell zwischen den österreichischen und slowenischen TierärztInnen zu erneuern und sich in Form eines gemeinsamen Auftrittes auf künstlerischer Ebene erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Um die Qualität der Ausstellung zu unterstreichen wurde von Franz Krispel und mir ein Kurator bestellt und werden ein Web-Auftritt, ein Kunstkatalog sowie diverse Begleitveranstaltungen vorbereitet.

Einen passenden Rahmen bietet hier das Schloss Spielfeld, da es direkt an der Grenze zu Slowenien liegt und den Fokus auf die Bilateralität zweier alter Nachbarn legt. Mit dem Eigentümer des Schlosses und der dortigen “Kulturinitiative Schloss Spielfeld” ist es gelungen, Partner vor Ort zu finden, denen die Zusammenarbeit mit uns im Rahmen der “Kulturhauptstadt Marburg 2012″ ein großes Anliegen ist.

Mit freundlichen Grüßen!
Karl Bauer 

– [Vetart] –

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Einladung an Kunst- und Kulturschaffende

Hallo Miteinander!

Wie die meisten von Euch sicher schon mitbekommen haben  haben wir einen Kunst-Blog. Eingerichtet von Martin Krusche. Hiermit hat er uns eine tolle Plattform geschaffen, die uns erlaubt miteinander und weltweit zu kommunizieren.

Einen großen Dank möchte ich aussprechen. Martin hat sich bereit erklärt, an einem Abend in den kommenden Wochen uns beizubringen, wie wir damit umgehen können.

Natürlich wird jeder, der dabei ist, freigeschaltet um selbständig arbeiten zu können. Das verpflichtet keinen zu NIX. Ihr könnt auch eine Person mitbringen! Ich bitte Euch, mir mitzuteilen, wer mitmachen möchte . So eine Gelegenheit hat man ja nicht alle Tage.

Für heute liebe Grüße und die Bitte mir möglichst bald Bescheid zu geben!!!!!!!!!
Winfried Lehmann

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Klein aber fein

Ich hab erwähnt, daß ich mit Lehman ein Faible für klassische Automobile teile. Innerhalb seiner Biografie hat sich ja jener gewaltige Prozeß vollzogen, in dem die Massenmotorisierung westlicher Gesellschaften die Welt veränderte. Das ergibt ein mächtiges Stück Mobilitätsgeschichte.

Lehmans BMW Isetta

Autos waren bis unmittelbar nach dem Zweiten Weltrkeitg für die meisten Menschen unerschwinglich, Fahrräder sind teure Güter gewesen. Was dann eine neue Ära einläutete, waren unter anderem sogenannte „Bubble Cars“, wie Lehmann selbst eines gefahren hat.

Hier konkret eine BMW Isetta, eine italienisches Lizenzprodukt mit deutschem Motorrad-Motor. Das war freilich kaum mehr als ein rasender Kühlschrank. In Österreich ist des dann der 500er Puch gewesen, auf den Leute vom Roller oder Motorrad umstiegen.

Das „Puch-Schammerl“ wurde schließlich konzeptionell vom geradezu revolutionär konstruierten britischen Mini überholt. Daraus ergibt sich übrigens grade eine kleine Querverbindung.

Der Bastelbogen in “The Daily Rust”

Das Schraubermagazin „The Daily Rust“, im Kern ganz dem Mini gewidmet, ist ein Online-Magazin, das sich längst auch andereb Kleinwagentypen widmet. In der aktuellen Ausgabe findet man einen Ausschneidebogen der BMW Isetta.

– [Achtung! PDF-Datei: „The Daily Rust“] –

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Kulturpolitische Verantwortung

Eigenverantwortung und Eigeninitiative. Rare Tugenden? Vielleicht. Im Kulturgeschehen abseits des Landeszentrums bewährt es sich auf jeden Fall, wenn jemand zu eigenen Ideen auch eigene Vorstellungen der Umsetzung entwickelt.

Von links: Michaela Knittelfelder-Lang, Irmgard Hierzer und Karl Bauer

Jenes kleine Arbeitstreffen, mit dem nun das Aprilfestival 2013 begründet wurde, ist eine Essenz solcher Ambitionen. Jede der beteiligten Personen hat einerseits persönliche Vorhaben dieser und jener Natur, andrerseits aber auch Interesse am Austausch mit anderen Leuten und an Kooperation.

Daß dieser Austausch nicht nur in Kommunikationsakten erfolgt, sondern auch in praktischer Arbeit, ist ein grundlegender Moment kultureller Entwicklungen. Und es ist ein kulturpolitisches Tun; anders als das, was wir vom Funktionärswesen kennen.

In genau dieser Orientierung liegt auch ein Mittel gegen die verbreiteten Hilflosigkeitsgefühle, wie sie sich oft an der Tagespolitik entzünden: „Da kann man leider nichts machen.“ „Da sind wir leider hilflos.“ Das sind wir nicht!

Aber erst dann, wenn eigene Ideen und eigene Anliegen konkret werden, läßt sich auch mit Leuten aus Politik und Verwaltung detailliert verhandeln, wie man sich welche Aufgaben und welche Mittel teilen könnte.

Die Praxis zeigt übrigens: Zeit ist ein wichtiger Faktor. Ein Dampfer legt sich nicht in die Kurve. Prozesse brauchen ihre Verläufe…

Das Auftakt-Treffen: [link]

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